Die erste Aktaufnahme in Leipzig


Na lieber Leser! Neugierig geworden? Auf den „Akt“ komme ich später…
Im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig sind gerade zwei Fotoausstellungen zu besichtigen. Die Meinung des Autors: Eine ist absolut TOP – die zweite, na ja – Geschmackssache…
Hier schreibe ich über erstere. „Die Fotografin“ – ein schlichter Titel für das Leben einer Frau im 19. Jahrhundert, welche gegen alle schicklichen Gepflogenheiten ihren Weg ging!
Name: Bertha Wehnert-Beckmann 1815-1901
Geboren wurde sie Cottbus. Das „Daguerreotypiesieren „ lernte sie in Prag. Weitere Stationen waren Dresden, Leipzig, New York und dann wieder viele Jahre in Leipzig, wo sie 1901 starb.
Wehnert-Beckmann ist die erste Berufsfotografin der Welt, von der sich ein fotografisches Oeuvre nachweisen lässt. Über 4000 Bildnisfotografien sind bis jetzt bekannt. Und davon ist im Moment einiges zu sehen!
Mit folgende Techniken arbeitete sie.
Als Daguerreotypie wird ein Fotografie-Verfahren des 19. Jahrhunderts bezeichnet (im Sammler-Jargon kurz Dago genannt). Es ist nach dem französischen Maler Louis Jacques Mandé Daguerre benannt, der es zwischen 1835 und 1839 entwickelt hat. Die Daguerreotypie war schon bei ihrer Veröffentlichung ein voll praxistaugliches System (Wikipedia)
Kalotypie ist ein um 1835 von dem Engländer William Henry Fox Talbot (1800–1877) erfundenes Aufnahmeverfahren der Fotografie. (Wikipedia)
Die Kollodium-Nassplatte ist eine 1850/1851 von Frederick Scott Archer und Gustave Le Gray entwickelte fotografische Platte, die als Ambrotypie oder durch ein Negativ-Verfahren ein fotografisches Bild erzeugt. (Wikipedia)
Ach ja, die Aktaufnahem? Fahre selbst nach Leipzig – es lohnt sich. Die Ausstellung geht noch bis zum 26.04.2015.

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